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Karibische Küste (3/3): Cartagena & Isla Tintipan

Nach 1,5 Wochen in der Gegend von Santa Marta nehmen wir wieder einen Bus nach Cartagena. Wir hatten bereits gelesen, dass der Verkehr und die Straßenverhältnisse in Kolumbien oftmals zu längeren Fahrzeiten führen als angegeben. Und so wird aus unserer 6- eine 9-stündige Busfahrt. Da der Bus klimatisiert ist, können wir Schlaf nachholen (bei den hohen Temperaturen waren wir immer schon gegen 6 Uhr wach und haben auch nicht so gut geschlafen) und kommen immerhin ausgeschlafen in Cartagena an 🙂

Wir nehmen am nächsten Morgen ein Boot auf die Insel Tintipan, die zum San-Bernardo Archipel gehört und größtenteils aus Mangroven besteht. Die Inseln des Archipels sind noch nicht so bekannt bei Reisenden wie viele andere kolumbianische Inseln in der Karibik (z.B. das abschreckende Beispiel San Andrés). Die Fahrt von Cartagena dauert nur 2 Stunden. Wir nähern uns über das offene Meer und sehen immer wieder weiße Sandstrände, die mit Kokospalmen gesäumt sind. Wir freuen uns sehr die nächsten zwei Tage in dieser Kulisse verbringen zu dürfen.

Am Abend haben wir eine Plankton-Tour gebucht. Wir fahren um 19 Uhr los und stoppen mitten in einem Mangrovenwald, von wo aus wir ins dunkle Wasser springen sollen. Simon springt direkt nach dem Guide ins Wasser während ich eher unschlüssig auf dem Boot stehe und mich frage, ob ich tatsächlich nachts hier ins Meer springen soll (in meiner Vorstellung leben in Mangroven auch Schlangen, denen ich ungern begegnen möchte). Schließlich denke ich mir, dass den Ausflug jeden Abend einige Touristen machen und man das kaum anbieten würde, wenn es gefährlich ist und springe hinterher. Zuerst fühle ich mich etwas unwohl im Wasser, vorallem weil wir weiter in den Mangrovenwald schwimmen, aber nach ein paar Minuten kann man sich dem magischen Anblick nicht mehr entziehen. Das Plankton leuchtet weiß, wenn wir uns bewegen, wie tausend kleine Lichtblitze, die um uns herum tanzen. Der Anblick des Sternenhimmels, das warme Wasser und die Mangroven, die sich als Schatten gegen den Nachthimmel abheben, machen das Erlebnis faszinierend und surreal zugleich.

Den nächsten Tag starten wir mit einer Schnorcheltour …

… und verbringen den Rest des Tages auf der Insel Múrcura an Traumstränden, die wir fast für uns alleine haben.

Nach zwei sehr erholsamen Tagen fahren wir zurück nach Cartagena. Wir erkunden die Altstadt mit den Kopfsteinpflasterstraßen und den bunten Kolonialhäusern, deren Anblick gute Laune macht. Zwischendurch bummeln wir immer wieder durch die klimatisierten Geschäfte, um ab und an der Hitze zu entkommen. Mit erfreulichem Ausgang: es gibt zwei neue Bikinis für mich 🙂

Die karibische Küste Kolumbiens war genau das Kontrastprogramm, dass wir nach den vielen Wanderungen gebraucht haben und unsere hohen Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Die Mischung aus Traumstränden, Wellen zum Surfen, Kolonialstädten, Entspannung in der tropischen Umgebung und die vielen exotischen Früchte haben uns vollauf begeistert und wir können die Karibikküste Kolumbiens als Reiseziel uneingeschränkt empfehlen.

Der Abschied fällt uns vorerst nicht schwer, da wir in Mexiko nochmal Zeit in der Karibik verbringen wollen. Außerdem freuen wir uns sehr auf unseren nächsten Stopp: das kolumbianische Kaffeedreieck!

Was es sonst noch zu berichten gibt:

  • Wir werden oft gefragt woher wir kommen und die Rekationen sind sehr häufig dieselben. Die Antwort Allemania geht unter, da bei Francia meist Lobeshymnen und Begeisterungsstürme folgen …
  • Gedanklich setzen wir uns langam mit dem näherrückenden Ende unseres Sabbaticals auseinander. Während es nach 2,5 – 3 Monaten Reise noch ein sehr erschreckender Gedanke war, merken wir nun, dass wir uns wieder auf zu Hause freuen. Zum Glück liegen aber immer noch 4 Reisewochen vor uns, die wir in vollen Zügen genießen wollen 😉
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8 responses to “Karibische Küste (3/3): Cartagena & Isla Tintipan”

  1. nackte frauen und das blaue Meer, ist es nich ein biBchen langweilig? ;-D

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    1. Einen Tag lang konnte Simon das ganz gut aushalten 😉 und ich habe das Meer genossen 😉

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      1. Ich habe auch das Meer genossen 😁

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  2. Es sieht alles so traumhaft aus. Genießt den letzten Monat noch 🙂

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    1. Danke Stella, wir freuen uns euch bald auch zu sehen !

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  3. Diese vieleEindrücke, Erlebnisse für alle Sinne kann man sich aus der Ferne gut vorstellen, aber wie sie wirklich sind ist euch vorbehalten. Genießt die restlichen 4 Wochen und lasst uns weiter mit Super Bildern und Erzählungen teil haben. Ich bin super neidisch.

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  4. Hach, dieses fantastische Fernweh immer wenn ich euren Blog lese. Ein wahrer Traum, gemischt mit einer Prise Neid 😄
    Sieht wirklich super aus und ich hoffe doch ihr genießt es ausgiebig und in wenig “vollen” Zügen (die haben wir gerade zuhause schon genug mit 9 Euro- Ticket 😅) ich freue mich jetzt schon auf den ein oder anderen Austausch, wenn ihr von den vielen fantastischen Orten und dem ein oder anderen Reisegeheimtipp berichten könnt!

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    1. Haha schönes Wortspiel 😉 wir fahren eher Bus und brauchen doppelt so lange als geplant 🙂 wir genießen es auf jeden Fall und die Tipps gibt es dann bei einer Flasche Wein (oder zwei) bei uns auf dem Balkon. Fühlt euch gedrückt

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